Tatorte wie Auschwitz und Täter wie Adolf Eichmann sind vielen Menschen ein Begriff. Weniger bekannt sind die zahlreichen “Orte des Terrors” (Wolfgang Benz) inmitten der ehemaligen Reichshauptstadt Berlin, zum Beispiel die als “Vorstufe der Vernichtung” bezeichneten Gestapo-Sammellager. Aus diesen deportierten heute kaum bekannte und nach 1945 straffrei gebliebene Angehörige des “Judenreferates” der Berliner Gestapo über 56.000 als Juden verfolgte Personen jeden Alters in Ghettos, Zwangslager und an Orte von Massenerschießungen.
Der Historiker Dr. Philipp Dinkelaker zeichnet in seinem Vortrag die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter_innen nach. Ein besonderes Augenmerk gilt der öffentlichen Wahrnehmbarkeit des Deportationsgeschehens sowie der ambivalenten Rolle der Berliner Bevölkerung. Zum Ende befasst sich der Vortrag mit der Nachkriegsgeschichte und der gescheiterten Strafverfolgung.
Eine Veranstaltung des Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirks Tempelhof-Schöneberg von Berlin.
Datum: 28.01.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr