Antisemitismus, Diskriminierung, rechte Gewalt:
Stadtspaziergänge mit dem Register Tempelhof-Schöneberg
24. September 2026
Gemeinsam mit der Registerstelle Tempelhof-Schöneberg veranstaltet die Partnerschaft für Demokratie drei Stadtspaziergänge im Bezirk. Eintritt frei – ohne Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Stadtspaziergang zu Diskriminierung und rechter Gewalt in Lichtenrade
Bei diesem Stadtspaziergang sprechen wir über verschiedene Formen von Diskriminierung im Kiez. Anhand dokumentierter Vorfälle aus dem Register Tempelhof-Schöneberg betrachten wir, wie Diskriminierung und rechte Gewalt im Alltag auftreten, welche Auswirkungen sie auf Betroffene haben und wie Zivilcourage sowie solidarisches Handeln dagegen helfen können. Das Register Tempelhof-Schöneberg dokumentiert diskriminierende und extrem rechte Vorfälle im Bezirk und macht diese sichtbar. Die gesammelten Fälle bilden die Grundlage für den Spaziergang und den gemeinsamen Austausch.
Startpunkt: S-Bahnhof Lichtenrade, vor der alten Mälzerei
Zeitpunkt: 09.10.2026, 17:00 Uhr
Barrieren: 1,5 Stunde Laufen, ggf. mit Treppenstufen
Sprache: Deutsch
Stadtspaziergang zu Antisemitismus in Schöneberg
Bei diesem Stadtspaziergang durch das Bayerische Viertel beschäftigen wir uns mit verschiedenen Formen von Antisemitismus und deren Erscheinungsformen im Alltag und der Geschichte. Anhand dokumentierter Fälle aus dem Register Tempelhof-Schöneberg und anhand historischer Stationen sprechen wir darüber, wie antisemitische Vorfälle sichtbar werden, wie sie sich im aktuell und historisch im Stadtteil zeigen und welche Auswirkungen sie auf Betroffene und die Gesellschaft haben. Außerdem wollen wir darüber reden, wie Antisemitismus erkannt werden kann, welche Handlungsmöglichkeiten es gibt und wie Solidarität sowie Zivilcourage gestärkt werden können.
Diese Veranstaltung ist Teil der Tempelhof-Schöneberger Aktionswochen gegen Antisemitismus.
Startpunkt: Rathaus Schöneberg
Zeitpunkt: 28.10.2026, 17:00 Uhr
Barrieren: 1,5 Stunde Laufen, ggf. mit Treppenstufen
Sprache: Deutsch
Interaktiver Stadtspaziergang „Diskriminierung und Emotionen“
Gemeinsam erkunden wir unsere Nachbarschaft aus einer besonderen Perspektive. Der interaktive Rundgang macht erfahrbar, wie Diskriminierung Menschen im Alltag begegnet und Spuren an Orten und in Biografien hinterlässt. An verschiedenen Stationen begegnen wir Geschichten, Gefühlen und Erfahrungen, die mit Diskriminierung verbunden sind. Film-, Audio- und Erzählelemente machen lokale und historische Bezüge lebendig und eröffnen Raum für Perspektivwechsel, Reflexion und Austausch. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Startpunkt: Eingang Ufa-Fabrik (an der Info), Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin
Zeitpunkt: 18.11.2026, 16:00 Uhr
Barrieren: 1,5 Stunde Laufen, ggf. mit Treppenstufen
Sprache: Deutsch
Die Berliner Register gehen vor gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Das machen sie, indem sie Vorfälle dokumentieren, die im Alltag in Berlin passieren. Es werden nur Vorfälle aufgenommen, die rassistisch, antisemitisch, LGBTIQ*-feindlich, antiziganistisch, extrem rechts, sozialchauvinistisch, behindertenfeindlich oder antifeministisch sind. Die Vorfälle werden von Bürger*innen über verschiedene Wege an das Register des jeweiligen Berliner Bezirks geschickt. Die Berliner Register sammeln und prüfen die Meldungen, veröffentlichen sie als Einträge in einer Chronik und werten sie einmal jährlich aus. Die Ergebnisse können Politiker*innen, Mitarbeiter*innen der Verwaltung oder politisch engagierte Initiativen in ihre Entscheidungen einbeziehen, und dann Maßnahmen entwickeln, um gezielt gegen Diskriminierung und Ausgrenzung vorzugehen.